Wirken für nachhaltige Entwicklung
Worauf es bei unserer Arbeit ankommt
Auf die Partner kommt es an
Gegenseitiges Vertrauen und offene Kommunikation sind die Basis, um gemeinsam Neues zu entwickeln.
Lokale Anpassung ist gefragt
Technische Lösungen, unternehmerische Ansätze und Trainings wirken im Einklang mit den Gegebenheiten vor Ort.
Praxisorientierte Bildung ist Grundlage für Erfolg
Gute technische Ausstattung ist Voraussetzung, praxisorientierte Weiterbildung wirkt entscheidend für den Erfolg.
Netzwerke wirken
Teamarbeit zwischen Kooperationspartnern in verschiedenen Ländern und Kontinenten verleiht Initiativen mehr Stoßkraft.
Loslassen dank neuer Strukturen
Mit Organisationen vor Ort entwickeln sich Stiftungsinitiativen weiter – und werden Schritt für Schritt unabhängig.
Wirken für nachhaltige Entwicklung
Worauf es bei unserer Arbeit ankommt
Auf die Partner kommt es an
Gegenseitiges Vertrauen und offene Kommunikation sind die Basis, um gemeinsam Neues zu entwickeln.
Lokale Anpassung ist gefragt
Technische Lösungen, unternehmerische Ansätze und Trainings wirken im Einklang mit den Gegebenheiten vor Ort.
Praxisorientierte Bildung ist Grundlage für Erfolg
Gute technische Ausstattung ist Voraussetzung, praxisorientierte Weiterbildung wirkt entscheidend für den Erfolg.
Netzwerke wirken
Teamarbeit zwischen Kooperationspartnern in verschiedenen Ländern und Kontinenten verleiht Initiativen mehr Stoßkraft.
Loslassen dank neuer Strukturen
Mit Organisationen vor Ort entwickeln sich Stiftungsinitiativen weiter – und werden Schritt für Schritt unabhängig.
Jedes Land, jedes Projekt ist anders. Gleichzeitig sind es immer wieder dieselben Kernthemen, auf die es ankommt, wenn wir Menschen dabei unterstützen, den Herausforderungen unserer Zeit eigeninitiativ und verantwortungsvoll zu begegnen. Um unsere internationale Arbeit so wirksam wie möglich zu gestalten, beobachten wir kontinuierlich Veränderungen und stellen uns gemeinsam mit unseren Partnern immer wieder neu darauf ein. Von diesen Momenten berichten wir in diesem Jahresbericht am Beispiel unseres internationalen Bildungsprogramms Experimento und in Exkursen auf den Arbeitsgebieten Entwicklungkooperation und Kultur.
Lernen für
verantwortungsvolles
Mitgestalten
Partner
Adaption
Kompetenz
Netzwerk
Strukturen

Mit dem internationalen Bildungsprogramm Experimento entdecken Lehrer und Schüler forschend die Welt der Naturwissenschaften. Bei der Projektarbeit in elf Ländern der Welt lernt auch die Siemens Stiftung ständig hinzu. Ein Blick hinter die Kulissen.

Die MINT-Fächer bringen Kindern wichtige Bereiche des menschlichen Lebens näher: Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimawandel ebenso wie Energieversorgung. Gute Kenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) schaffen Aufstiegschancen in einer sich schnell verändernden Welt – unabhängig von Herkunft und ökonomischer Situation. Das Bildungsprogramm Experimento der Siemens Stiftung gibt Lehrkräften in elf Ländern Methoden an die Hand, um Schülern Fähigkeiten zu vermitteln, die diese für eine erfolgreiche Zukunft brauchen.

Die Idee hinter Experimento: Nur wer beim Experimentieren selbst Hand anlegt und forschend lernt, entwickelt Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik. So wie Schüler und Lehrer beim Forschen gemeinsam die Welt der Naturwissenschaften entdecken, so lernt auch die Siemens Stiftung bei ihrer internationalen Projektarbeit mit Experimento ständig hinzu – sei es bei der Suche nach passenden Partnern oder bei der Anpassung des Programms an lokale Bedürfnisse.

Auf die Partner kommt es an

Um das Experimento-Programm erfolgreich in den verschiedenen Ländern Lateinamerikas und Afrikas zu etablieren, arbeitet die Siemens Stiftung mit zahlreichen Partnerorganisationen zusammen: Universitäten, Lehrerbildungsinstituten, Schulen, Berufsbildungszentren, Sozialunternehmen, Stiftungen, bi- und multilateralen Agenturen sowie öffentlichen Behörden. »Zu Beginn ist Zuhören das Wichtigste«, sagt Rebecca Ottmann, Projektleiterin für Experimento in Afrika. »Unsere Partner in Afrika wissen, dass naturwissenschaftlich-technische Bildung ein Schlüsselfaktor für die Entstehung neuer Jobs ist, und die Akteure vor Ort haben Strategien und Methoden der Lehreraus- und -weiterbildung in den MINT-Fächern entwickelt, auf die wir uns erst einmal einstellen müssen.« Auch in Lateinamerika gehört MINT-Bildung laut Ulrike Wahl, externe Beraterin der Siemens Stiftung, zu den Top-Themen. »In manchen Ländern findet man sehr innovative und ehrgeizige Ansätze, von denen auch Bildungsakteure in Deutschland lernen können«, so Wahl.

Weil das Interesse an MINT-Bildung weltweit wächst, stößt die Siemens Stiftung schnell auf Zuspruch, wenn sie Experimento in einem neuen Land vorstellt. »Zu Beginn einer Partnerschaft ist es unsere Aufgabe, herauszufinden, in welchen Bereichen Experimento die bereits vorhandenen Lehreraus- und -weiterbildung ergänzen und stärken kann«, erklärt Barbara Filtzinger, Leiterin des Arbeitsgebiets Bildung. »In diesen ersten Gesprächen stehen vor allem wir als Unternehmensstiftung aus dem Ausland ganz klar auf dem Prüfstand.« Die Siemens Stiftung muss zeigen, dass sie sich langfristig engagieren möchte, man ihr vertrauen kann und dass ihr Angebot einen relevanten Beitrag für einen qualitätsvollen MINT-Unterricht leistet. »Bildung ist ein sensibles und auch politisches Thema für jedes Land«, so Filtzinger. »Wir achten sehr darauf, uns nicht von einer bestimmten Partei vereinnahmen zu lassen. Wir werden vielmehr als Partner geschätzt, der einen Best-Practice-Ansatz anzubieten hat und als politisch neutraler Akteur Netzwerke initiiert«, betont sie.

In den ersten Gesprächen stehen wir als Unternehmensstiftung aus dem Ausland ganz klar auf dem Prüfstand.

Die Erfahrung hat gezeigt, wie wichtig die richtigen Partner und deren Zusammenarbeit für den Erfolg des Programms sind. Universitäten und Fachhochschulen übernehmen in der Regel die didaktische Anpassung des Programms an den landesspezifischen Lehrplan. Staatliche Institutionen führen Partner zu gemeinschaftlichen Initiativen für MINT-Bildung zusammen, und Akteure aus der Zivilgesellschaft organisieren die Lehrerfortbildungen in den Bildungseinrichtungen.

Darüber hinaus fließen regelmäßig Anregungen von Partnern in die Weiterentwicklung von Experimento mit ein. »Die Stiftung agiert und denkt mit anderen gemeinsam. Im Sinne eines offenen Austauschs und kreativen Handelns eröffnen sich immer Möglichkeiten, Neues zu entwickeln«, so Wahl.

Exkurs Partner: Gemeinsam Städte neu erfahren
Exkurs Partner: Gemeinsam Städte neu erfahren
Auch bei CHANGING PLACES/ESPACIOS REVELADOS, einer künstlerischen Projektreihe in Lateinamerika, kommt es auf die Partner an.

Was hält eine Stadt zusammen, während sich Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft rasant wandeln? Wie entsteht Identität im urbanen Raum? Welche Rolle spielen »blind spots«, die verletzten und ungenutzten Orte einer Stadt?
Bei CHANGING PLACES/ESPACIOS REVELADOS entstehen künstlerische Interventionen, die neue Sichtweisen auf das Zusammenleben in südamerikanischen Städten eröffnen.

CHANGING PLACES/ESPACIOS REVELADOS ist kein Programm, das wandert, sondern es entwickelt sich aus Themen vor Ort. Ob 2014 in Buenos Aires oder 2016 in Santiago de Chile: Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung ist die aktive Beteiligung von lokalen und internationalen Partnern aus öffentlicher und privater Hand, von Künstlern und Nachbarschaften. Dazu gehört auch, dass alle Partner sich an den Kosten beteiligen. Die nächste Station der Reihe ist in Kolumbien geplant.

Das Kulturprojekt CHANGING PLACES/ESPACIOS REVELADOS thematisiert dort zunehmend soziale Fragen. Der schleppend verlaufende Friedensprozess, die umfassende Migration, die Wasserproblematik und die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich eröffnen Themenfelder, die nur interdisziplinär bearbeitet werden können. Selbstverständlich treffen dabei verschiedene Interessen aufeinander, die zusammengebracht werden müssen. Die Themen der Stadt und das Tempo der Partner bestimmen den Prozess mit. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt: Nur so können die künstlerischen Interventionen für die Menschen in der Stadt nachhaltig wirken.

Mehr zu CHANGING PLACES
CHANGING PLACES 2016 – Eindrücke aus Santiago de Chile
Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Diese Frage thematisiert die Installation »Pulling Strings« in Santiago de Chile.

»Was dabei entsteht, ist häufig ein Doppelname: von jedem das Beste. Wie zum Beispiel in Chile, wo das ECBI-Programm (Educación en ciencias basada en la indagación) der Universidad de Chile kombiniert mit Experimento von den Partnerorganisationen vor Ort eingesetzt wird.« So hatte die Freudenberg Stiftung bereits die Verbindung von Unterrichtsinhalten mit gesellschaftlichem Engagement im Fokus. Gemeinsam mit ihr entwickelte die Siemens Stiftung das Projekt Service Learning in den MINT-Fächern. Dabei entwerfen Schüler etwa ein Lernspiel zum Thema Gesundheit mit Tipps für eine gesunde Ernährung und werben anschließend in Grundschulen ihrer Stadt für ein gesundes Schulfrühstück. Die Grundlagen dafür haben sie im naturwissenschaftlichen Unterricht erworben. Im März 2017 veranstaltete die Siemens Stiftung die Fachtagung »MINT und Werte«, auf der über 100 Experten aus Wissenschaft, Pädagogik und Politik darüber diskutierten, wie Wertebildung im Unterricht gelingen kann. In diesem Rahmen wurde auch das Projekt Service Learning in den MINT-Fächern vorgestellt.

Lokale Anpassung ist gefragt

Kein Land gleicht dem anderen – und so dient das Bildungsprogramm in jeder Region als modulares Angebot, das sich mit bereits existierenden Initiativen verbindet.

Die Kinder lernen besonders schnell und nachhaltig, wenn das erworbene Wissen mit ihrem Alltag zu tun hat.

Gemeinsam mit ihren Partnern überlegt die Siemens Stiftung, wie sie das Experimento-Programm an die Anforderungen des jeweiligen Lehrplans anpassen kann. Auch die spezifischen geografischen, klimatischen und kulturellen Gegebenheiten des Landes spielen dabei eine Rolle. Was das bedeutet, zeigt sich eindrucksvoll in Chile. Das mehrere tausend Kilometer lange Land erstreckt sich von der Atacama-Wüste im Norden, einer der trockensten Gegenden der Erde, bis zur Antarktis mit ihrem ewigen Eis. Dort muss Experimento nicht nur dem chilenischen Lehrplan entsprechen, sondern müssen die Lehrmaterialien auch an die Besonderheiten der verschiedenen Regionen angepasst werden. Die Nahrungsmittelpyramide zum Beispiel setzt sich in der Antarktisregion aus anderen Früchte- und Gemüse- oder Getreidesorten zusammen als in der Wüstenregion.

Aber auch die Traditionen der indigenen Bevölkerung und deren praktisches Wissen über die Einsatzmöglichkeiten ihrer natürlichen Ressourcen spielen in Chile eine große Rolle und prägen den familiären Hintergrund vieler Schulkinder. Martín Bascopé, Programmdirektor der Bildungsfakultät der Universidad Católica in Villarrica, arbeitet mit Experimento an Schulen in Araucanía, in der Mitte des Landes. »Die Kinder lernen besonders schnell und nachhaltig, wenn das erworbene Wissen mit ihrem Alltag zu tun hat«, sagt er. »So erklären wir zum Beispiel den Kindern anhand der Färbetechnik der traditionellen Ponchos der Mapuche die zugrunde liegenden chemischen Prozesse.«

Auch in Afrika muss sich Experimento an die regionalen Bedingungen anpassen. »In Nairobi wird es das ganze Jahr hindurch bereits gegen 19 Uhr stockdunkel, und viele Schüler haben zu Hause in ihren Wellblechhütten kein Licht«, berichtet Experimento-Trainer Dieter Arnold. »Deshalb haben wir mit den Schülern im Experimento-Unterricht kleine LED-Lichter gebaut, die sie anschließend mit nach Hause nehmen konnten.« Auch eine solare Ladestation wurde auf dem Schulgelände aufgebaut. »Damit haben die Kinder zu Hause eine Woche lang Licht«, erzählt Arnold. Die angewandte Schulbildung der Kinder trägt auf diese Weise zur Verbesserung der Lebensqualität ganzer Familien bei.

Exkurs Adaption: Klimawandel zwingt zu Anpassung
Exkurs Adaption: Klimawandel zwingt zu Anpassung
Lokale Adaption ist auch bei den Safe Water Enterprises gefragt. An den Wasserkiosken in Ostafrika kann die Bevölkerung sauberes Trinkwasser zu einem erschwinglichen Preis kaufen.

Im vergangenen Jahr regnete es erst monatelang nicht, dann plagten heftige Überschwemmungen die Region. Experten sagen voraus, dass mit derart extremen Wetterverhältnissen immer häufiger zu rechnen sein wird. Das hat fatale Folgen für die Bevölkerung und verändert die Stiftungsarbeit rund um die 19 Wasserkioske in Kenia, Tansania und Uganda.

Je nach Auswirkungen der Dürreperioden, müssen passende Filtertechnologien eingesetzt oder andere Pumpsysteme installiert werden. Durch den Rückgang des Wassers in Damm- oder Flussbecken verlängern sich nicht nur Transportwege, auch führt das Absinken zu einer erhöhten Konzentration von krankheitserregenden Bakterien. So wurden an einigen Kiosken Vorfilter, an anderen größere Speichertanks installiert.

Paul Njuguna vom kenianischen Team berät die 25 Kioskmanager der Safe Water Enterprises und erarbeitet gemeinsam mit den Gemeinden passende Lösungen für ihre jeweilige Situation.
Von diesem nahe am Viktoriasee gelegenen Kiosk aus wird Wasser mithilfe eines Motorrads an noch schwerer zugängliche Orte geliefert.

Durch derartige Maßnahmen können die Kioske auch über die trockenen Monate hinweg geöffnet bleiben, während viele andere Wasserquellen versiegen. Das führt dazu, dass mehr Menschen von abgelegenen Orten zu den Safe Water Enterprises kommen, um ihr Wasser zu kaufen und hier die Vorteile von sicherem Wasser – im Gegensatz zu anderen Quellen – erleben. Das ist besonders wichtig in Zeiten, in denen sich durch Wasser übertragene Krankheiten stark ausbreiten.

Anpassungsbedarf wird es auch in Zukunft geben. So prüft die Siemens Stiftung im Austausch mit Mitgliedern aus dem empowering people. Network neue technische Ansätze für den Umgang mit Brackwasser und wasserverschmutzenden Chemikalien oder für den Ausbau der Transportkapazität, um fernab lebende Familien erreichen zu können.

Mehr zu den Safe Water Enterprises
Interview mit Projektleiterin Caroline Weimann

Die Experimente basieren auf einer Materialsammlung und Arbeitsanleitungen, die den Lehrern zur Verfügung gestellt werden. Zu Beginn versandte die Siemens Stiftung die sogenannten Experimento-Kästen aus Deutschland in die entsprechenden Länder. Doch sehr bald zeigte sich, dass die Inhalte zur Region und dem Alltagsleben der Kinder passen müssen. Daher übernahmen zunehmend lokale Hersteller die Zusammenstellung der Experimentier-Materialien. Durch die Produktion vor Ort entstehen neue Jobs, und die Materialien können genauso zusammengestellt werden, wie die Schulen diese benötigen.

Häufig konfigurieren die Kooperationspartner inzwischen ihre eigenen Kästen. Dann tritt auch das Logo der Siemens Stiftung in den Hintergrund. Viele Pädagogen stellen sich das Experimentier-Zubehör aus Alltagsgegenständen sogar selbst zusammen. Und manchmal macht Not erfinderisch: In abgelegenen Gebieten Lateinamerikas zum Beispiel kommen Lehrer nur schwer an das Material heran, das sie benötigen, um im Chemieunterricht eine saure oder basische Lösung anzuzeigen. Ihnen vermittelt Experimento-Trainer Dieter Arnold, wie sie mit Rotkohl selbst einen Indikator herstellen können. »Es sind oft Detailbereiche, in denen man sensibel auf die Gegebenheiten eines Landes eingehen muss«, sagt Arnold.

Praxisorientierte Bildung ist Grundlage für Erfolg

Die Experimento-Kästen wurden für unterschiedliche Altersstufen entwickelt, die alle auf der Methode des forschenden Lernens basieren: Experimento | 4+ für Kindergarten und Vorschule, Experimento | 8+ für die Grundschule und Experimento | 10+ für die weiterführenden Schulen. Erfahrungen in Lateinamerika und Afrika haben jedoch gezeigt, dass die Zusammenstellung der Experimente in den jeweiligen Kästen selten genau den Anforderungen vor Ort entspricht. Denn die Lehrpläne in den einzelnen Ländern sehen bestimmte Lernschwerpunkte für unterschiedliche Klassenstufen vor. Ebenso bestehen für bestimmte Altersgruppen in manchen Regionen bereits bewährte Methoden für das forschende Lernen. Deshalb hat Experimento einen modularen Aufbau, der vor Ort je nach Bedarf verändert werden kann.

Es ist wichtig, die Multiplikatoren nicht nur auszubilden, sondern sie auch in der praktischen Umsetzung zu begleiten.

Insbesondere die umfangreichen Lehrerschulungen machen die Qualität und somit den Erfolg von Experimento aus. Sie versetzen Lehrer in die Lage, die Methode des forschenden Lernens anzuwenden. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn in vielen Ländern ist das sture Auswendiglernen und »Herunterbeten« im Unterricht noch gängige Praxis. »Dabei ist das Interesse am forschenden Lernen gewaltig«, sagt Rebecca Ottmann. Jedes Jahr kommen allein in Kenia, Nigeria und Südafrika rund zehn Schulen mit je zwei Lehrern neu hinzu, die anschließend als Multiplikatoren an umliegenden Schulen ihr Wissen an ihre Lehrerkollegen weitergeben.

An den Fortbildungen nehmen nie mehr als 20 Pädagogen teil. Beim ersten Workshop stehen etwa das Thema Energie und ein Modul zum kooperativen Lernen auf dem Stundenplan. Dann folgt die Nagelprobe im Unterricht – idealerweise gleich im Anschluss an die Schulung. Denn Trainer Dieter Arnold hat festgestellt, dass die Lehrer in der Praxis oft noch unsicher sind. »Deshalb ist es wichtig, die Multiplikatoren nicht nur auszubilden, sondern auch in der praktischen Umsetzung zu begleiten«, so Arnold.

Exkurs Kompetenz: Technik, Trainings und lokales Know-how
Exkurs Kompetenz: Technik, Trainings und lokales Know-how
Technische Ausstattung ist gut, Wissen noch besser: Das zeigt sich auch bei den Hygiene-Trainings in Ostafrika, die Kompetenzen zum Umgang mit Wasser und zur Hygiene vermitteln.

Dass verschmutztes Trinkwasser und mangelhafte Hygiene zu tödlichen Krankheiten führen können, ist in vielen ländlichen Regionen Ostafrikas nicht ausreichend bekannt.

In den vergangenen Jahren hat die Siemens Stiftung mit lokalen Partnern ihre Trainings und Aufklärungsarbeit hierzu an Schulen, in Haushalten und an Wasserkiosken kontinuierlich erweitert und verbessert. Lokales Wissen und kulturelle Erfahrungen fließen genauso ein wie Stiftungs-Know-how aus dem Bildungsbereich.

Zu Beginn des Schuljahres wurde eine neue Handwaschstation an der Gatuanyaga Primary School in Ngoliba, Kenia, eingeweiht. Rund 1.200 Kinder können sich nun regelmäßig ihre Hände waschen und dadurch Krankheiten vorbeugen.

Einfache Versuchsanordnungen aus dem Experimento-Programm veranschaulichen plausibel den Prozess der Wasserreinigung und die Gefahren von bakterieller Verschmutzung. Durch eigenes Ausprobieren und sichtbare Effekte werden Funktionsweisen und Zusammenhänge für die Teilnehmer verständlich und nachvollziehbar.

Die Aufklärungsarbeit ist eine essenzielle Grundlage dafür, dass die Wasserkioske der Siemens Stiftung ihre Wirkung entfalten können. Denn die passende Technologie, eingesetzt am richtigen Ort, reinigt zwar verlässlich verschmutztes Oberflächenwasser, stellt jedoch noch lange nicht sicher, dass sich die Gesundheit der Menschen nachhaltig verbessert.

Insgesamt setzt die Stiftung für Hygiene-Trainings circa dreimal so viel an finanziellen und personellen Ressourcen ein als für die technische Ausstattung und Infrastruktur der Safe Water Enterprises.

160Gesundheitsarbeiter wurden geschult.
3.500Haushalte wurden besucht und über Trinkwasser und wasserbedingte Krankheiten informiert.
48Grundschulen sind Teil des Schulprogramms zu Trinkwasser und Hygiene.
130Lehrer nahmen an einer Fortbildung in Hygiene-Erziehung teil.
3Handwaschstationen an Schulen wurden installiert.
25Kioskbetreiber bildeten sich in Technik, Betriebswirtschaft, Wasser und Gesundheit fort.
Praxisorientierte Wissensvermittlung verbessert die Gesundheit in ländlichen Regionen.
Für Gemeinden
  • Aufklärung und Bewusstseinsbildung
  • Gemeindeversammlungen
  • Unternehmerische Trainings im Wasserbereich
Für Schulen
  • Hygieneverhalten als Teil des Unterrichts
  • Trainings für Lehrer als Multiplikatoren
  • Schulveranstaltungen rund um Wasser und Hygiene
  • Installation von Handwaschstationen
Für Kioskbetreiber
  • Trainings und Beratung für Kioskmanagement und Wasserkomitees mit Inhalten rund um Sozialunternehmertum, Sozialmarketing, Trinkwasser und Gesundheit, technisches Training, Betrieb und Wartung
Mehr zu den Hygiene-Trainings
Warum es wert ist, für sauberes Wasser zu bezahlen – Ein Besuch in der Gemeinde Korumba in Kenia.
Seit den Workshops treffen wir uns regelmäßig und reden über unsere Erfahrungen mit forschendem Lernen im Unterricht.

Ihre Erfahrungen aus der Anwendung im Unterricht tauschen die Lehrer dann im nächsten Workshop aus. Erst nach vier bis fünf Schulungen ist die Weiterbildung abgeschlossen.

»Das Tolle an den Workshops ist, dass man dort zusammen mit anderen Lehrern die einzelnen Experimente durchgeht. So bekommen wir mehr Sicherheit«, erzählt Physiklehrerin Alfridah Bilankulu von der Musi High School im Johannesburger Township Soweto. Bis vor Kurzem war sie an ihrer Schule die einzige Physiklehrerin und konnte sich mit niemandem austauschen. »Bei den Experimento-Workshops habe ich nun eine Lehrerin kennengelernt, die ganz hier in der Nähe unterrichtet. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und reden über unsere Erfahrungen mit forschendem Lernen im Unterricht.«

Exkurs Kompetenz: Kompetenz für Organisations­entwicklung
Exkurs Kompetenz: Kompetenz für Organisations­entwicklung
Das empowering people. Network der Siemens Stiftung arbeitet seit Jahren mit Sozialunternehmern, die eine herausragende Idee haben und mit viel Leidenschaft ihr Produkt für eine bessere Grundversorgung zum Kunden bringen. So macht es auch das Sozialunternehmen Nazava Water Filters in Bandung, Indonesien. Der Mitgründer Guido van Hofwegen gibt Einblicke in die Herausforderungen seiner unternehmerischen Tätigkeit.

Nazava Water Filters wurde 2009 gegründet und verkauft Wasserfilter an Privathaushalte in Indonesien, die sonst keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hätten. Seit 2013 sind die beiden Gründer, Guido van Hofwegen und Liselotte Heederick, Mitglieder im empowering people. Network (epN). Mittlerweile hat ihr Unternehmen 20 Mitarbeiter. Das Wachstum der letzten Jahre bringt für alle neue Herausforderungen mit sich.

»Im vergangenen Jahr konnten wir uns aus Zeitmangel nicht mehr ausreichend um den Vertrieb kümmern. Wir standen vor der Entscheidung, entweder unsere Organisation umzustrukturieren oder jemanden für den Vertrieb einzustellen. Das war dann auch die Fragestellung, die Liselotte in das epOnsite-Training in Mumbai und ich zum epWorkshop in Amsterdam mitgenommen haben.

Gemeinsam mit 35 Teilnehmern aus dem Netzwerk nahm Guido van Hofwegen am epWorkshop zur Organisationsentwicklung in Amsterdam teil.

Auf beiden Veranstaltungen bearbeiteten wir gemeinsam mit anderen Netzwerkmitgliedern Themen wie Organisationsstruktur, Führungskultur, Nachfolgeplanung und Personalmanagement. Unsere wichtigste Erkenntnis war, dass wir die verschiedenen Rollen im Team analysieren und daraus Schlüsse hinsichtlich deren Verteilung auf die vorhandenen Kapazitäten und Kompetenzen ziehen müssen. Die Beschäftigung mit dem »Holacracy-Konzept« hat uns dabei ein ganzes Stück weitergebracht.

Zurück in Indonesien fingen wir an, die Struktur unserer Organisation zu überprüfen und Rollen neu zu definieren. Wir trafen uns in mehreren kleinen Runden, in denen wir individuell Kompetenzen und Rollen abglichen. Es entstand die Einsicht, dass wir keinen neuen Vertriebsleiter einstellen müssen, sondern dass diese Rolle vom Team übernommen werden kann.

Wie können wir das »Holacracy-Konzept« für unsere Organisation nutzen? Nazava in Indonesien hat nach dem epWorkshop erste Visionen.

Wir bei Nazava stehen bei diesem Prozess erst am Anfang. Es ist daher sehr wertvoll für uns zu wissen, dass uns das empowering people. Network auch in Zukunft Experten-Know-how im Bereich Organisationsentwicklung bietet und wir jederzeit die Möglichkeit haben, uns mit anderen Netzwerkmitgliedern austauschen zu können, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.«

Mehr zum empowering people. Network
epN-Blogbeitrag zum »Holacracy-Konzept«

Netzwerke wirken

Um die MINT-Fächer zu stärken und nachhaltig in den Bildungssystemen zu verankern, ist die Zusammenarbeit von lokalen und regionalen Akteuren unverzichtbar. Bei der Förderung solcher Netzwerke kann die Siemens Stiftung auf Erfahrungen aus Deutschland zurückgreifen. Denn sie ist Mitglied in verschiedenen Gremien und Verbänden, die sich für die MINT-Entwicklung in Deutschland stark machen.

Ziel ist es, gesellschaftliche Akteure zusammenzubringen, die normalerweise nicht miteinander im Gespräch sind.

Dazu gehört das Nationale MINT Forum, ein Zusammenschluss aus nicht-profitorientierten Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem gemeinnützigen Sektor. Ziel der Netzwerkarbeit ist es, verschiedene gesellschaftliche Akteure zusammenzubringen, die normalerweise nicht miteinander im Gespräch sind. Als nationale MINT-Stimme der Zivilgesellschaft steht die Plattform im engen Austausch mit Vertretern der Politik, um die besten Lösungen für qualitativ hochwertige MINT-Bildung im Land zu stärken. Nathalie von Siemens, geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung, ist gemeinsam mit Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Telekom Stiftung, Sprecherin des Forums.

Der Aufbau von Netzwerken und strategischen Partnerschaften steht im Arbeitsgebiet Bildung auch in den Fokusregionen der Siemens Stiftung im Mittelpunkt. So fördert die Siemens Stiftung die Vernetzung von Partnerorganisationen, die mit Experimento arbeiten, über Ländergrenzen hinweg. »Es ist extrem wichtig, dass Lehrer sich austauschen und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Nur so gelingt der Wissenstransfer«, sagt Barbara Filtzinger. Im Frühjahr 2017 fand in Santiago de Chile ein erstes internationales Netzwerktreffen mit allen Experimento-Partnern und Multiplikatoren in Lateinamerika statt. Dazu gehören Top-Universitäten ebenso wie Innovationszentren, städtische Bildungsbehörden und operative Bildungspartner, die mit Lehrern und Schulen zusammenarbeiten. Zu Gast waren mehr als 40 Bildungsexperten aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Peru, Mexiko und Deutschland. Sie diskutierten darüber, wie eine flächendeckende und wirkungsorientierte MINT-Bildung gefördert werden kann.

Exkurs Netzwerk: Als dynamisches Netzwerk lernen
Exkurs Netzwerk: Als dynamisches Netzwerk lernen
Das empowering people. Network (epN) der Siemens Stiftung fördert Start-ups und kleine Unternehmen, die mit einfachen Technologien die Versorgung von Menschen in Entwicklungsregionen verbessern und zugleich Perspektiven durch Jobs und Einkommen bieten. Es besteht aus rund 100 aktiven Organisationen aus der ganzen Welt.

Die Mitglieder werden im empowering people. Network durch regionale und internationale On- und Offline-Trainingsformate bei der Weiterentwicklung ihrer Organisationen unterstützt. In einer Online-Datenbank werden ihre Lösungen sichtbarer und bekannter gemacht. Im Austausch mit den Mitgliedern entwickelt die Siemens Stiftung das Angebot des Netzwerks stetig weiter.

Die Mitglieder beraten sich gegenseitig, initiieren den Austausch von Technologien und Kooperationen über Sektoren und Kontinente hinweg.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den ersten Netzwerkjahren lauten: Zum einen darf Unterstützung nicht nur punktuell erfolgen, sondern muss konsequent über einen längeren Zeitraum angelegt sein. Zum anderen sind die Dynamik im Netzwerk und das persönliche Engagement der Teilnehmer ausschlaggebend für eine wirkungsvolle Förderung. Erste Ergebnisse einer externen Evaluation bestätigen dies.

Auf diese Weise bleibt das Netzwerk ein Organismus, der neue Mitglieder mit Potenzial aufnimmt, sich aber auch von solchen löst, die sich nicht aktiv in den Netzwerkprozess einbringen.

Aktuell neu im Angebot: der epExpert Service. Das Programm vermittelt technische Experten als Volunteers in Sozialunternehmen aus dem Netzwerk. Am Ende profitieren beide Seiten. Der Experte sammelt neue Erfahrungen und die Unternehmen erhalten wertvolle Unterstützung beim Ausbau ihres Geschäftsfelds.

Zum empowering people. Network
Mehr zum epExpert Service
Was bedeutet es, ein epExperteer zu sein? Einblicke in die Arbeit von Brian Finnerty bei AIDFI auf den Philippinen.

Seit zwei Jahren führt die Stiftung außerdem Gespräche mit Mexiko, Kolumbien, Peru und Chile – Länder, die mittlerweile über eigene MINT-Initiativen verfügen. So haben sich etwa die Großstädte Lima und Medellín zu MINT-Territorien erklärt und unter der Schirmherrschaft der UNESCO eine Bildungs-Städtepartnerschaft unterzeichnet. Die Siemens Stiftung ist überzeugt, dass eine Bündelung der einzelnen Ansätze in einem Pazifik-Netzwerk den Initiativen zur Stärkung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung auch länderübergreifend mehr Stoßkraft verleihen kann.

Wir benötigen interdisziplinäres Wissen und die Bereitschaft zum Querdenken.

Auch in dem Anliegen, die MINT-Bildung um Aspekte der Nachhaltigkeits- und Wertebildung sowie um Kunst und Kreativität zu erweitern, setzt die Siemens Stiftung auf Netzwerke. So hat sie gemeinsam mit dem Instituto APOYO in Peru das STEAM Forum ins Leben gerufen – ausgehend vom internationalen STEM-Begriff (Science, Technology, Engineering and Mathematics). Das A für »Arts« weitet den Horizont hin zu Geisteswissenschaften, Kreativität und der Vermittlung von Werten. »Nur wenn es uns gelingt, die klassischen MINT-Disziplinen kreativ und lösungsorientiert im Sinne der aktuellen globalen Herausforderungen einzusetzen, können wir einen Beitrag für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung leisten«, erklärt Nathalie von Siemens. »Dazu benötigen wir interdisziplinäres Wissen und die Bereitschaft zum Querdenken. Menschen lernen lieber, wenn sie verstehen, warum ihr Wissen relevant ist, und wenn sie als ganzer Mensch angesprochen werden.«

Neue Anstöße mit Schwerpunkt auf der frühkindlichen Bildung gab auch der »International Dialogue on STEM«, den die Siemens Stiftung zusammen mit dem Haus der kleinen Forscher im November 2017 in Berlin veranstaltete. Ziel war der Austausch vergleichbarer Initiativen aus der ganzen Welt, um von anderen zu lernen, Impulse zu geben und Anregungen zu erhalten. Unter der Fragestellung, welche Fähigkeiten und Kompetenzen Kinder für eine lebenswerte Zukunft brauchen, diskutierten Bildungsexperten, wie sie dabei unterstützt werden können.

Loslassen dank neuer Strukturen

In einigen Regionen ist Experimento bereits so weit in der Praxis verankert, dass die Siemens Stiftung Schritt für Schritt zurücktreten kann. Dabei verhilft vor allem die enge Zusammenarbeit mit Universitäten Experimento zum nachhaltigen Erfolg. Denn hier werden schon die Lehramtsstudierenden in der Anwendung des Bildungsprogramms geschult. In Südafrika fand eine der Multiplikatorinnen das Programm so überzeugend, dass sie im September 2017 die STEAM Foundation ins Leben rief – eine eigenständige Non-Profit-Organisation, die von in Südafrika ansässigen internationalen Unternehmen Spendengelder einwirbt. »Mit einer festen Struktur vor Ort wird Experimento zu einem südafrikanischen Projekt«, betont Rebecca Ottmann. »Die STEAM Foundation könnte Experimento in Südafrika beflügeln.«

Auch für ihr Medienportal hat die Siemens Stiftung die Notwendigkeit flexiblerer Strukturen erkannt. Bereits seit 2008 stellt sie hier digitale Lehr- und Lernmaterialien für Experimento und den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht auf Deutsch, Englisch und Spanisch kostenlos zum Download bereit. Dieses Angebot wird weltweit von knapp 50.000 Lehrkräften genutzt. Die UNESCO fordert in ihrer Pariser Erklärung von 2012, Bildungsmaterialien unter offener Lizenz zu verbreiten. Dem kommt die Siemens Stiftung als einer der ersten gemeinnützigen Akteure nach: Ein großer Teil der rund 5.500 Arbeitsblätter, interaktiven Tafelbilder, Experimentieranleitungen und Videos liegt inzwischen als Open Educational Resources (OER) vor.

Exkurs Strukturen: Begleiten, ohne zu leiten!
Exkurs Strukturen: Begleiten, ohne zu leiten!
Mit dem Projekt Music In Africa wird Mut zum Loslassen bewiesen: Die Struktur wurde von Anfang an so gewählt, dass die Online-Plattform eine echte Chance auf Eigenständigkeit hat.

Über die Plattform Music In Africa können sich Musiker aus allen 54 afrikanischen Staaten vernetzen und weiterbilden. Ein wichtiges Ziel des Online-Portals ist es, die reichhaltigen afrikanischen Musikszenen auch international marktfähig zu machen. Als die Siemens Stiftung das Kulturprojekt zusammen mit dem Goethe-Institut ins Leben rief, war klar: Die Plattform kann nur nachhaltig erfolgreich sein, wenn sie auf dem Kontinent verankert ist. Daher wurde bereits 2011 die Music In Africa Foundation in Johannesburg gegründet und auf der operativen Seite ausschließlich mit Musikexperten aus Afrika besetzt.

»Viel zu lange haben Institutionen erfolglos versucht, Entwicklungsprojekte von Europa aus zu steuern«, erklärt Projektleiter Jens Cording. »Eine eigenständige panafrikanische Stiftung zu gründen, war somit nur ein logischer Schluss.« Mit Regionalbüros in Johannesburg, Kinshasa, Dakar, Lagos und Nairobi, rund 18.000 Künstler-Profilen und monatlich 160.000 Nutzern ist Music In Africa inzwischen die größte Kulturplattform des Kontinents.

Für die Zukunft besteht die größte Herausforderung darin, nachhaltige Strukturen für die Generierung von Einkünften zu entwickeln, damit die Music In Africa Foundation das Online-Portal langfristig betreiben kann. Bis 2022 soll die Plattform finanziell auf eigenen Füßen stehen – unter anderem durch Werbung, Spenden und Veranstaltungseinnahmen. Die Chancen dafür stehen gut. Denn Musik ist eine unerschöpfliche Ressource.

Konzert der Band Tamikrest auf der ACCES-Konferenz 2017 der Music In Africa Foundation in Dakar, Senegal.
Zu Music In Africa
Jahresbericht 2017 der Music In Africa Foundation

Doch als Stiftung, die auch in Entwicklungsländern arbeitet, weiß sie, dass OER allein nicht alles sind. Gerade in Subsahara-Afrika können Lehrer die OER-Materialien zwar häufig über ihr Handy abrufen, doch für den Einsatz im Unterricht fehlen ihnen zumeist die technischen Möglichkeiten. Deshalb werden an den Universitäten und Schulen, mit denen die Siemens Stiftung zusammenarbeitet, die offenen Bildungsmedien auch analog zur Verfügung gestellt.

Die UNESCO fordert in ihrer Pariser Erklärung von 2012, Bildungsmaterialien unter offener Lizenz zu verbreiten.

Dem Team des Medienportals fiel das Loslassen »seiner« Bildungsmedien nicht immer leicht. »Wir haben sehr viel Arbeit in diese Materialien gesteckt und halten natürlich auch die Urheberrechte an den Arbeitsblättern«, erzählt die Projektleiterin Franziska Frost. »Es gibt verschiedene OER-Lizenzen, wir haben uns für die Creative Commons Lizenz CC BY-SA entschieden. Wir stellen ein qualitativ hochwertiges Produkt zur Verfügung, und die Lehrer können das angebotene Lehrmaterial dann beliebig den eigenen Bedürfnissen anpassen, kreativ weiterentwickeln und an andere weitergeben, wenn sie den Urheber nennen und das Material unter der gleichen Lizenz wiederveröffentlichen.« Damit überwiegen für Franziska Frost deutlich die Vorteile. »OER beruhen auf einer Kultur des Teilens, die wir als gemeinnützige Stiftung voranbringen wollen«, sagt Frost.

Den pädagogisch sinnvollen Einsatz von digitalen Bildungsmedien zu verbessern und Vorurteile gegenüber digitaler Bildung abzubauen, ist ein großes Vorhaben, das sich am besten im Team zum Erfolg führen lässt. Deshalb engagiert sich die Siemens Stiftung mit sechs anderen Stiftungen im gemeinsam gegründeten Forum Bildung Digitalisierung e. V. für den Dialog zwischen Bildungspraxis und Politik. Darüber hinaus erarbeiten im Rahmen des Forums 38 Werkstattschulen Konzepte, wie digitale Bildung im Unterricht gelingen kann. Und dabei soll es nicht bleiben. Ziel ist es, Schulen deutschlandweit an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. »Wir werden die großen Herausforderungen im Bereich Bildung nur meistern können, wenn wir kooperativ daran arbeiten«, ist Nathalie von Siemens überzeugt. »Als Expertengruppe aus dem zivilgesellschaftlichen Bereich bündeln wir unsere Kompetenzen und Ressourcen und werden dadurch ein überzeugender Gesprächspartner für die Politik. Dabei tritt die Sichtbarkeit der beteiligten Stiftungen zugunsten der gemeinsamen Ziele zurück«.

Die Siemens Stiftung wird auch in Zukunft zusammen mit ihren Partnern ihre Strategien an neue Herausforderungen anpassen. Nicht zuletzt die Geschwindigkeit, mit der sich die Veränderungen vollziehen, verlangt dieses Vorgehen. Andreas Schleicher, Direktor für Bildung bei der OECD und Leiter der internationalen Schulleistungsstudie PISA, formulierte es beim »International Dialogue on STEM« so: »We used to learn to work – now learning is the work!” (»Früher haben wir für die Arbeit gelernt. Heute ist Lernen das neue Arbeiten.«)

Stiftungs- und Finanzbericht
Projekte und Initiativen 2016/2017
Filter
Region
Arbeitsgebiet
Projekt Kurzbeschreibung Region / Land Arbeitsgebiet
Keine Ergebnisse
Das Team der Siemens Stiftung
Vordere Reihe (v. l. n. r.): Sabine Baumeister, Christine Meinhardt, Dr. Barbara Filtzinger, Dr. Nathalie von Siemens (geschäftsführender Vorstand/Sprecherin), Rolf Huber (geschäftsführender Vorstand), Carola Schwank, Eva-Katharina Wicha

Mittlere Reihe (v. l. n. r.): Sabine Sailer, Karolin Timm-Wachter, Daniela Hopf, Margit Wiest, Georg Bernwieser (Finanzvorstand), Rebecca Ottmann, Caroline Weimann, Dr. Ute Hebestreit-Böhme, Julia Kirchweger, Anja Funke, Karin Hagen, Kerstin Marchetti

Hintere Reihe (v. l. n. r.): Werner Busch, Joachim Gerstmeier, Tilmann Straub, Jens Cording, Maria Schumm-Tschauder, Clarissa Thalmaier, Dr. Franziska Frost, Christine Niewöhner, Angela Clerc, Robert Balthasar

Beim Shooting nicht anwesend waren: Franziska von Einem, Ursula Gentili, Dr. Beate Grotehans, David Hoffmann, Christine Janezic, Christa Mühlbauer, Julia Wachsmann
In eigener Sache: Finanzvorstand der Siemens Stiftung wechselt

Wir verabschieden uns von unserem Finanzvorstand Georg Bernwieser, der zum 28. Februar 2018 die Siemens Stiftung verlassen hat.

Als ehrenamtlicher Gründungsvorstand hat er mit großer Leidenschaft, hohem Anspruch und persönlicher Integrität die Stiftung aktiv gestaltet und sie nachhaltig geprägt. Den Diskurs im Stiftungssektor bereicherte er vor allem in Fragen der Geldanlage, der Transparenz und Wirkung. Für seinen wohlverdienten Ruhestand wünschen wir ihm dankbar alles Gute.

Als nachfolgenden Finanzvorstand heißen wir Klaus Grünfelder in der Stiftung herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Der Stiftungsrat, der Vorstand und alle Mitarbeiter der Siemens Stiftung

Der Stiftungsrat
Berthold
Huber
Präsident des Stiftungsrats
Gerd
von Brandenstein
Stellvertretender Präsident des Stiftungsrats
Michael
Diekmann
Vorsitzender des Aufsichtsrats Allianz SE / Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG
Dr. Andreas C.
Hoffmann
General Counsel, Head of Legal and Compliance der Siemens AG
Janina
Kugel
Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Arbeitsdirektorin
Mariel
von Schumann
Siemens Chief of Staff
Für die Tätigkeit im Stiftungsrat erhalten die Mitglieder keine Bezüge.
Finanzbericht 2016/2017
Aufwendungen / Ausgaben

Aufwendungen für den Stiftungszweck

Im Arbeitsgebiet Entwicklungskooperation werden insgesamt Projektaufwendungen in Höhe von TEUR 3.004 (Vorjahr TEUR 3.622) ausgewiesen. Ziel ist es, existenzielle Versorgungsdefizite in Entwicklungs- und Schwellenländern abzubauen und gesellschaftliche Strukturen zu stärken. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung von lokalen und finan­ziell selbstständigen Initiativen mithilfe einfacher technischer Lösungen, Trainings und Netzwerken.

Durch eine Spende der von der Siemens Stiftung als Treuhänderin gehaltenen Familie Nowak-Stiftung in Höhe von TEUR 419 konnten in Kenia zusätzliche Trinkwasser- und Trainingsprojekte umgesetzt werden. Ein Teil dieser Mittel wird darüber hinaus in ein neues Kooperationsprojekt in Uganda fließen.

Für Projekte aus dem Arbeitsgebiet Bildung werden insgesamt Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.468 (Vorjahr TEUR 6.825) ausgewiesen. Die Siemens Stiftung gibt mit ihrem internationalen Bildungs­programm Impulse für eine inhaltliche und metho­dische Modernisierung des Unterrichts, um Kindern, vor allem in benachteiligten Regionen, eine gute MINT-Bildung zu ermöglichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Aus- und Weiterbildung von Erziehern und Lehrkräften.

Für Kultur werden insgesamt Projektaufwendungen in Höhe von TEUR 1.985 (Vorjahr TEUR 1.347) ausgewiesen. Mit den Projekten im Arbeitsgebiet Kultur möchte die Siemens Stiftung den Sichtweisen kultureller Akteure Raum geben und Experimentierfelder für die Auseinandersetzung mit der Gegenwart eröffnen. Die Bedeutung von Kultur für den Zusammenhalt einer Gesellschaft, die Reflexion über das Selbstverständnis des Einzelnen und die Wirksamkeit der Kulturarbeit in der Gesellschaft stehen dabei im Zentrum.

Darüber hinaus wurden TEUR 1.079 (Vorjahr TEUR 1.095) für Kommunikationsaktivitäten aufgewendet.


Sonstige betriebliche Aufwendungen

Verwaltungskosten
Die Position beinhaltet Aufwendungen, welche ausschließlich der Administration der Stiftung dienen und den einzelnen Stiftungszwecken nicht unmittelbar zuzuordnen sind.

Pensionsaufwendungen
Ausgewiesen wird der Saldo aus den Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensions-/Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 264) und dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen (TEUR 56) in Höhe von insgesamt TEUR 209. Im Vorjahr wurde der Saldo unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Personalaufwendungen
In den gesamten Aufwendungen sind Personal­kosten in Höhe von TEUR 3.644 (Vorjahr TEUR 3.563) enthalten. Davon entfallen TEUR 3.094 auf Löhne und Gehälter sowie TEUR 550 auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 34 (Vorjahr 32) Mitarbeiter beschäftigt.
AKTIVA zum 30. September 2017
in €
30.09.2017 30.09.2016
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.905,00 56,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 338.000,00 259.623,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 389.999.930,90 389.999.930,90
390.354.335,90 390.272.109,90
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände (davon TEUR 0 > 1 Jahr) 13.185.978,60 12.510.502,30
II. Guthaben bei Kreditinstituten 29.829.835,55 28.867.852,40
43.015.814,15 41.378.354,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.299,99 54.473,73
433.466.450,04 431.704.938,33
PASSIVA zum 30. September 2017
in €
30.09.2017 30.09.2016
A. Eigenkapital
I. Grundstockvermögen 300.000.000,00 300.000.000,00
II. Anderes Vermögen 90.000.000,00 90.000.000,00
III. Freie Rücklage gem. § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO 29.190.000,00 24.990.000,00
IV. Mittelvortrag 11.049.673,53 12.538.050,34
430.239.673,53 427.528.050,34
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 266.784,62 288.073,03
2. Sonstige Rückstellungen 855.703,00 998.119,00
1.122.487,62 1.286.192,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 1.989) 1.989.111,98 2.790.133,97
2. Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern TEUR 66) 115.176,91 100.561,99
2.104.288,89 2.890.695,96
433.466.450,04 431.704.938,33
BILANZ
Die Siemens Stiftung wurde mit Stiftungsgeschäft vom 22. September 2008 von der Siemens AG errichtet und als rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. Die Stiftung ist gemeinnützig tätig und arbeitet operativ, das heißt, sie fördert in erster Linie eigene Projekte und Initiativen. Der Stiftungszweck ist in der aktuellen Fassung der Satzung vom 12. Dezember 2012 festgelegt. Im Jahr 2008 wurde das Grundstockvermögen (TEUR 300.000) und das andere Vermögen (TEUR 90.000) durch die Siemens AG zugewendet. Damit gehört die Siemens Stiftung zu den größten Unternehmensstiftungen Deutschlands.
AUFWANDS- UND ERTRAGSRECHNUNG für 2016/2017
in €
30.09.2017 30.09.2016
Erträge
1. Erträge aus der Vermögensverwaltung 12.859.226,29 12.462.704,13
2. Einnahmen aus Spenden 1.414.000,00 557.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 146.959,93 55.370,36
14.420.186,22 13.075.074,49
Aufwendungen
4. Aufwendungen aus der Vermögensverwaltung 1.232,96 1.128,43
5. Aufwendungen für den Stiftungszweck
Entwicklungskooperation 3.004.429,37 3.621.522,60
Bildung 4.467.774,00 6.824.892,87
Kultur 1.984.709,23 1.346.528,75
Kommunikation 1.079.498,17 1.094.581,27
10.536.410,77 12.887.525,49
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Verwaltungskosten 961.665,30 1.028.376,37
Pensionsaufwendungen 209.254,00
1.170.919,30 1.028.376,37
11.708.563,03 13.917.030,29
7. Jahresüberschuss 2.711.623,19 -851.955,80
8. Mittelvortrag aus dem Vorjahr 12.538.050,34 17.520.006,14
9. Einstellung in die Freie Rücklage gem. § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO 4.200.000,00 4.140.000,00
10. Mittelvortrag 11.049.673,53 12.538.050,34
AUFWANDS- UND ERTRAGSRECHNUNG
Die Aufwands- und Ertragsrechnung für das Geschäftsjahr 2016/2017 zeigt Erträge aus der Vermögensverwaltung in Höhe von TEUR 12.859 (Vorjahr TEUR 12.463) und Einnahmen aus Spenden in Höhe von TEUR 1.414 (Vorjahr TEUR 557). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr TEUR 55) bestehen im Wesentlichen, neben Mittelrückgaben in Höhe von TEUR 28 und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 21, aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 85 und Steuervergütungen in Höhe von TEUR 12.
Darüber hinaus sind operative Aufwendungen für den Stiftungszweck in Höhe von TEUR 3.004 (Vorjahr TEUR 3.622) für das Arbeitsgebiet Entwicklungskooperation, TEUR 4.468 (Vorjahr TEUR 6.825) für das Arbeitsgebiet Bildung und TEUR 1.985 (Vorjahr TEUR 1.347) für das Arbeitsgebiet Kultur angefallen. Für die Kommunikation wurden TEUR 1.079 (Vorjahr TEUR 1.095) aufgewendet. Für die Verwaltung sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 962 (Vorjahr TEUR 1.028) angefallen. Darüber hinaus werden Pensionsaufwendungen in Höhe von TEUR 209 ausgewiesen.
Die Siemens Stiftung soll gem. § 5 Abs. 4 der Satzung eine inflationsausgleichbedingte Rücklage bilden. Die Stiftung legt der Berechnung dieser Rücklage im Rahmen ihrer Kapitalerhaltungsstrategie die Entwicklung einer mittelfristigen Inflationsrate zugrunde. Im Berichtsjahr wurden TEUR 4.200 (Vorjahr TEUR 4.140) in die freie Rücklage gem. § 62 Abs. 1 Nr. 3a AO eingestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Siemens Stiftung zum 30. September 2017 nach den Grundsätzen des HGB und Artikel 16 BayStG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Im Rahmen der Prüfung wurde auch die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems beurteilt.
Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Die Prüfung der Erhaltung des Stiftungsvermögens und der satzungsgemäßen Verwendung seiner Erträge und zum Verbrauch bestimmter Zuwendungen nach Art. 16 Absatz 3 BayStG hat ebenso keine Einwendungen ergeben.
Partner
adelphiAlbert-Schweitzer-/ Geschwister-Scholl-Gymnasium, Marl Amref Health Africa AnLuMa AshokaAT-VerbandAuswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland Baden-Württemberg StiftungBayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Behörde für Schule und Berufsbildung, HamburgBertelsmann StiftungBiD NetworkBoP Innovation Center Bundes­minis­terium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), ÖsterreichBüro der UNESCO in MexikoCANDID Foundation Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium Berlin Colégio Visconde De Porto Seguro Das Hunger ProjektDeutsche Botschaft in NairobiDeutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbHDeutsche Internationale Schule JohannesburgDeutsche Internationale Schule KapstadtDeutsche Telekom StiftungDeutsches Generalkonsulat in LagosDieter Schwarz Stiftung Education GroupEfecto Educativo EinDollarBrille e.V. endeva - Enterprise Solutions for Development EnergypediaEngineering for Change (E4C)Engineers Without Borders International enpact – empowering entrepreneursEscenalborde – Artes Escénicas Contemporáneas Escuela Taller de Bogotá FASE • Franz-Liszt-Mittelschule, Waldkraiburg • Französische Botschaft in Bogotá Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.Freudenberg Stiftung • Fundación ChileFundación Choshuenco Fundación KreaViva • Fundación Mapa Teatro – Laboratorio de Artistas Fundación Movimiento Sur • Fundación Siemens ArgentinaFundación Siemens Colombia • FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und UnterrichtGIGA – German Institute of Global and Area StudiesGlobal Nature Fund (GNF) • GmaurichGoethe-Institut Kolumbien Goethe-Institut MexikoGoethe-Institut München • Goethe-Institut SenegalGoethe-Institut SüdafrikaGymnasium Fridericianum RudolstadtGymnasium Haus Overbach Jülich • Haus der kleinen ForscherHochschule der Medien StuttgartHumboldt-Schule Kiel iMINT-AkademieImpact Hub Impacting Youth TrustINAE (Instituto Nacional de Artes Escénicas), Uruguay Inclusive Business Accelerator Inclusive Business Action Network (IBAN) • INNOVEC (Innovación en la Enseñanza de la Ciencia) Institut françaisInstituto APOYO Instituto Ayrton SennaInstituto Distrital de las Artes (Idartes) • Intellecap • Kangemi Resource Centre (KRC)Kenya Water for Health Organization (KWAHO) Kenyatta University • Lagos Energy Academy (LEA)Landesinstitut für Schule (LIS) – Zentrum für Medien, BremenLandesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Landesschulamt und Lehr­kräfteakademie, Hessen Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, GießenLight for Life Ltd.Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Nordrhein-Westfalen Madrid Destino • Mandela School of Science and TechnologyMax-Planck-Gymnasium Trier • Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt • Ministerium für Bildung und Kultur (MEC), Uruguay Ministerium für Kultur, Kolumbien MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk MIT D-Lab/Practical Impact Alliance MNU – Verband zur Förderung des MINT-Unterrichts Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft MovingWorldsMusic In Africa Foundation Nairobi Technical Training InstituteNaves Matadero – Centro Internacional de Artes VivasNelson-Mandela-Schule, BerlinNiedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitäts­entwicklung (NLQ)NIWA Oberschule FindorffOECD Development Centre’s Network of Foundations Working for Development (netFWD)Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-PfalzPHINEO Pontificia Universidad Católica de Chile Pontificia Universidad Católica de Chile – Campus Villarrica • Pontificia Universidad Católica de ValparaísoRatsgym­nasium Osnabrück • Residencias | Centro de Apoyo a la Creación de Matadero Madrid Robert Bosch Stiftung SchlaU-Schule – Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V.Schule Hohe Geest Hohenwestedt Sci-Bono Discovery CentreScience Competence Centers (SCC) Secretaría de Cultura, Recreación y Deporte, ColombiaSecretaría de Educación de Medellín • SEED – promoting entrepreneurship for sustainable development Senats­verwaltung für Bildung, Jugend und Familie BerlinSiemens • Siemens Fondation France Siemensfonden Danmark • Siemens Foundation USA • Siemens Fundação BrasilSIP – Red de ColegiosSisters in STEM • SkyJuice Foundation Smart Hydro Power GmbHSOLARKIOSK AGSOS-Kinderdörfer weltweit • Stiftung Bildungspakt BayernStiftung Lernen durch EngagementStiftung Mercator • Stiftung Wertebündnis Bayern • SWAP Kenya (Safe Water and AIDS Project)TakaTaka Solutions • Technology Exchange LabThames Electricals Ltd.THE – Asociación para el Teatro Latinoamericano • The Youth Banner • Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplan­entwicklung und Medien (ThILLM) • Tiroler Bildungsinstitut – Medienzentrum des Landes TirolTUM School of Education Universidad Central ColombiaUniversidad de ChileUniversidad de los AndesUniversidad del RosarioUniversidad Externado de Colombia • Universidad Nacional de ColombiaUniversidade Metodista de São Paulo University of Bogota Jorge Tadeo LozanoUniversity of Cape TownUniversity of Lagos University of the Western Cape • UNLEASHVerein zur MINT-Talentförderung e.V.Walter Sisulu University Werner-von-Siemens-Schule GranseeWissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.
Impressum und Bildnachweis
Impressum

Herausgeber Siemens Stiftung
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80801 München
Tel.: +49 (0)89 / 54 04 87 - 0
info@siemens-stiftung.org
www.siemens-stiftung.org

Verantwortlich für den Inhalt
Rolf Huber, Dr. Nathalie von Siemens, Georg Bernwieser

Redaktion Siemens Stiftung:
Julia Kirchweger (verantwortlich)
Karolin Timm-Wachter, Eva-Katharina Wicha TEMPUS CORPORATE: Ursula Barth-Modreker

Bildredaktion Sabine Sailer (Siemens Stiftung)

Konzept TEMPUS CORPORATE GmbH
Ein Unternehmen des ZEIT Verlags Büro Berlin Alt-Moabit 94
10559 Berlin Büro Hamburg Buceriusstraße, Eingang Speersort 1
20095 Hamburg info@tempuscorporate.zeitverlag.de
www.tempuscorporate.zeitverlag.de

Geschäftsführung
Jan Hawerkamp

Stellv. Geschäftsführung / Leitung Digitale Medien / Standortleitung Hamburg
Chris Höfner

Projektleitung Kathleen Ziemann

Gestaltung Surface Gesellschaft für Gestaltung mbH
www.surfacegrafik.de Art Direction Anna Landskron

Lektorat Dr. Katrin Weiden, Anja Funke (Siemens Stiftung)

Technische Umsetzung Matthias Rendl

Anmerkung der Redaktion: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Jahresbericht auf die Nennung der weiblichen und männlichen Form verzichtet. Es sind selbstverständlich immer beide Geschlechter gemeint.

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